Nach wie vor werden die Eier intensiv bebrütet. Aber sollte nicht langsam das erste Küken schlüpfen? Ein paar Tage wird es noch dauern, bis das erste Ei voraussichtlich gegen Ende nächster Woche Risse bekommt und schließlich aufbricht. Wenn in den letzten Wochen beim Brüten alles gut gegangen ist, werden die anderen drei Küken in den Tagen danach folgen. Bis dahin können Sie sich die Zeit auch mit der Hummelchallenge vertreiben. Hummeln, die zu den Wildbienen ghören, zählen zu wichtigen Bestäubern, sowohl für die Landwirtschaft, als auch für Wildpflanzen. Es gibt allerdings noch einiges, was über die pelzigen Bestäuber nicht bekannt ist, was mit Hilfe der Beobachtungen verringert werden kann. So helfen die gewonnenen Daten, die Vorkommen und die Verbreitung der Hummeln zu erforschen. Viel Spaß beim Hummeln suchen und dem weiteren Beobachten der Wanderfalken!
Am Donnerstag findet die erste Führung diesen Jahres statt: Natur entdecken, leichtgemacht. Bei dieser Führung für Lehrkräfte und andere Personen, die Umweltwissen vermitteln, gehen wir zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg auf eine Entdeckungsreise auf und um die Kaiserburg und geben praktische Tipps an die Hand, wie andere für Natur begeistert werden können. Weitere Informationen und eine Anmeldung finden Sie hier.
Während der Nachwuchs der Wanderfalken in den Eiern heranwächst, die ersten Zugvögel wieder bei uns ankommen und ihre Revier- und Balzgesänge zum Besten geben, beginnt auch bei uns Menschen langsam wieder die Garten- und Balkonsaison. Wer das weltweite Klima dabei etwas entlasten möchte, kann beim Kauf der Blumenerde auf deren Torffreieheit achten. Mit der inzwischen zweiten bundesweiten Aktionswoche "Torffrei gärtnern" vom 13. bis 22.3.2026 macht das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat auf den positiven Effekt von torffreier Erde auf das Klima aufmerksam. Denn Torf wird in Mooren über Jahrzehnte langsam aufgebaut und bindet dabei viel CO2. So speichern die weltweiten Moorböden mehr Kohlenstoff als die gesamten Wälder der Erde. Damit ist die Nutzung torffreier Erde ein weiterer kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wer darüber hinaus der Natur etwas Gutes tun und Biodiversität erhalten möchte, muss dabei nicht den ganzen Garten "ordentlich" machen. Mit ein paar wilden Ecken, die nebenbei auch weniger Arbeit bedeuten, entsteht zusätzlicher Lebensraum für Insekten, die wiederum von Vögeln als Nahrungsquelle benötigt werden. Solche und weitere Tipps und Infos zu Biodiversität bekommen Sie als Lehrkraft oder Multiplikatorin bzw. Multiplikator von Umweltwissen auch bei der Führung "Natur entdecken leicht gemacht" zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg. Weitere Infos zum torffreien garteln und die Anmeldung zur Führung finden Sie unter den angegebenen Links. Viel Spaß im Garten!
Bei den Wanderfalken ist in den nächsten vier Wochen brüten angesagt. Dabei wechseln sich Terzel und Weibchen immer wieder ab, wobei bei den Falken im Sinwellturm das Weibchen mehr Zeit im Horst verbringt. Durch verschiedene Positionen und das Drehen der Eier schaffen es die Altvögel, die Eier gleichmäßig zu wärmen. Anfang April dürfte dann voraussichtlich der erste Jungvogel schlüpfen. Bis dahin können Sie an der von der Bayerischen Schlösserverwaltung organisierten Führung zu Vogelstimmen oder der anschließenden audiovisuellen Klangreise teilnehmen. Für Lehrkräfte und andere Multiplikatorinnen bzw. anderere Multiplikatoren findet am 26.3.2026 die Führung 'Natur entdecken leicht gemacht' zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg statt (Anmeldung und weitere Informationen unter Lebensraum Burg → Termine). Viel Spaß bei der weiteren Beobachtung und vielleicht bis Ende März an der Burg.
Im Laufe der letzten Nacht hat ein viertes Ei den Weg in den Wanderfalkenhorst im Sinwellturm geschafft. Heute Morgen wurde es gegen 6:30 Uhr gesichtet. Ist das Gelege damit vollständig? Sehr wahrscheinlich, es gibt jedoch auch Wanderfalkenpaare, bei denen fünf oder sogar sechs Eier bebrütet wurden. Bleibt es bis Ende der Woche bei den vier Eiern, werden auch keine weiteren mehr dazu kommen.
Während sich die Bestände von Wanderfalken aufgrund von Schutzmaßnahmen langsam wieder erholen, gibt es auch Arten, die momentan noch mehr Schutz benötigen. So zum Beispiel manche Aroma- und Heilpflanzen, die im Fokus des diesjährigen Tag des Artenschutzes stehen. Dieser Tag wurde 2013 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und geht auf die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens vom 3. März 1973 zurück. Über den Erhalt von Arten, über den Schutzgedanken hinaus, gibt es aus Sicht der Menschen auch weitere Gründe dem Rückgang der Biodiversität etwas entgegenzusetzen. So stammen etliche Wirkstoffe von Medikamenten aus tierischen oder pflanzlichen Substanzen. Die bei Kopfschmerzen sehr hilfreiche und vermutlich überall bekannte Acetylsalicylsäure beispielsweise, stammt aus der Rinde der Salweide. Sterben Arten aus, können mit ihnen auch potenziell wichtige Wirkstoffe verloren gehen, die bislang noch nicht gefunden wurden bzw. nicht synthetisch hergestellt werden können. Darüber hinaus ist der Erholungswert der Natur nicht zu unterschätzen. Gehen Sie deswegen doch bei nächster Gelegenheit mal wieder eine Runde spazieren und genießen Sie die frische Luft, die inzwischen wieder wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut und die meliodiösen Gesänge der Vögel.
Heute morgen gegen 8:20 Uhr hat das Wanderfalkenweibchen das dritte Ei glegt. Da eine normale Gelegegröße bei Wanderfalken zwischen drei bis vier Eiern liegt, könnte das Gelege somit schon komplett sein. Mal schauen ob es noch ein viertes Ei geben wird.
Grade eben, gegen 14:10 Uhr, kam das zweite Ei zum diesjährigen Gelege dazu. Die Altvögel versuchen nach wie vor den Zeitpunkt des Schlupfes zu synchronisieren und bebrüten die Eier deswegen nicht durchgängig. Ob und wann wohl das dritte Ei kommt?
Das erste Ei ist da! Heute um 6:56 Uhr war es das erste Mal zu sehen. Läuft es bei den Wanderfalken auch dieses Jahr wieder so gut wie in den Jahren davor, so könnten in den nächsten Tagen noch weitere drei Eier folgen. Zu Beginn werden diese jedoch nicht durchgängig bebrütet. Dadurch wird der Zeitpunkt des Schlupfes etwas synchronisiert. Während sich die Eiablage über acht bis neun Tage gestreckt hat, sind die Küken innnerhalb von nur vier Tagen geschlüpft. Sollte das Ei, bzw. die Eier zu Beginn also auch mal unbebrütet sein, so besteht kein Grund zur Sorge. Der Erfolg der Altvögel in den letzten Jahren spricht dafür, dass sie wissen was sie tun. Seien Sie also unbesorgt und freuen sich auf hoffentlich weitere Eier.
Gleich vorweg: eine zuverlässige Vorhersage, wann das erste Ei zu sehen sein wird, gibt es nicht. Dafür haben zu viele Faktoren einen Einfluss auf den Legebeginn, wie beispielsweise das Alter der adulten Vögel, die Bruterfahrung des Paares oder die Witterung. Mit Hilfe der Daten aus den letzten Jahren kann der Zeitraum jedoch ein wenig eingegrenzt werden. Nimmt man als Grundlage den Mittelwert der letzten drei Jahre und die Standardabweichung des gesamten bisherigen Beobachtungszeitraums, so könnte das erste Ei zwischen heute, also dem 20.2. und dem 6.3. zu sehen sein. Ein Hinweis, wie kurz die Eiablage bevorsteht, ist die Aufenthaltsdauer des Weibchens am Horst. Ist sie mehr oder weniger durchgängig da, so steht die Eiablage kurz bevor. Da sich das Weibchen in den letzten Tagen auch häufiger nicht am Brutplatz aufgehalten hat, wird es bis zum ersten Ei wahrscheinlich noch ein wenig dauern. Falls Sie sich die Zeit bis dahin noch etwas vertreiben möchten, testen Sie doch ihr Wissen über Wanderfalken im Wanderfalkenquiz, lernen Sie die weiteren Burgbewohner und ihre Lebensräume kennen, besuchen Sie andere Falkennistplätze in ihrer Umgebung (für Nürnberg eignen sich die Falkentouren in der App natur.digital), oder schauen Sie auf der Kaiserburg vorbei. Vielleicht können Sie die Falken vor Ort beobachten!
In der letzten Zeit häufen sich Beobachtungen von Beuteübergaben. Neben der Bindung der beiden Altvögel aneinander, haben diese auch noch einen praktischen, biologischen Nutzen: Ressourcen für die Eibildung. Diese zusätzlichen Ressourcen werden teilweise in den Schulter- und Beckenknochen des Weibchens eingelagert und bei der Entwicklung der Eier wieder freigesetzt. Etwa 20 bis 26 Stunden dauert die Entstehung von einem Ei im Körperinneren, bis es letztendlich gelegt werden kann. Die bisherigen Beuteübergaben lassen vermuten, dass es auch dieses Jahr wieder zu einer Brut am Sinwellturm kommt. Ob dem auch tatsächlich so ist, bleibt abzuwarten.
Eine Art Lebensraum, den es auf der sonst so vielfältigen Kaiserburg zwar nicht gibt, der jedoch auf größerer Skala von hoher Bedeutung ist, ist das Feuchtgebiet. Auen, Quellen, Sümpfe, Küsten, Bachläufe und Seen gehören zu den vielseitigsten und zugleich gefährdetsten Ökosystemen der Erde. Seit 1970 sind weltweit mindestens 35 % der Feuchtgebiete verschwunden. Dabei haben sie eine Vielzahl wichtiger, ökologischer Funktionen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Lebensraum für gefährdete Arten, die Sicherung unseres Trinkwassers , den Schutz vor Hochwasser und die Speicherung von Kohlenstoff. Um den Schutz von Feuchtgebieten auf internationaler Ebene zu stärken, wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar von einigen Ländern die internationale Feuchtgebietskonvention (Ramsar-Konvention) unterzeichnet, der sich Deutschland 1976 mit seinem Beitritt angeschlossen hat. Wenn Sie demnächst Zeit für einen Ausflug zu einem See, einer Aue, einem Bach oder einem Moor haben, schauen Sie doch mal, was Ihnen im Vergleich zu der Umgebung auffält. Welche Baumarten gibt es in Gewässernähe? Wie sehen die anderen Pflanzen aus? Fallen Ihnen Insekten auf, die Sie sonst nicht beobachten können? Wie viele und welche Vogelarten können Sie entdecken? Lassen Sie sich von den nassen Flecken der Erde begeistern und lernen Sie deren Ökologie kennen. Viel Spaß!
Lust auf Natur? Wie bereits in den Vorjahren, gibt es auch heuer wieder Führungen im Lebensraum Burg. Dieses Jahr können Sie die Artengruppe der Vögel, der Insekten und der Fledermäuse (besser) kennenlernen bzw. an einer Führung für Lehrkräfte und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren teilnehmen. Die Führungen dauern etwa zwei Stunden und sind auf 20 Personen begrenzt. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zu den Führungen finden Sie unter Lebensraum Burg → Termine.
Die Altvögel werden in Abständen weniger Tage immer wieder am Brutplatz gesichtet. Neben Aufenthalten auf dem Anfluggitter oder dem beliebten Platz auf der Kamera, wurden sie auch schon beim 'Mulde drehen', also der Vorbereitung der Brutmulde beobachtet. All das deutet darauf hin, dass es wahrscheinlich auch dieses Jahr wieder zu einer Brut im Dachgeschoss des Sinwellturms kommen wird. Doch die Natur ist nur in gewissem Maße vorhersagbar. Ob tatsächlich wieder Jungvögel schlüpfen, bleibt abzuwarten. Wenn Sie von Wanderfalken nicht genug bekommen können und sich die Zeit bis zum Brutbeginn noch vertreiben möchten, schauen Sie doch mal beim Wanderfalkenquiz vorbei, lernen die weiteren Burgbewohner und ihre Lebensräume kennen oder begeben Sie sich mit natur.digital auf die Suche nach weiteren Wanderfalkennistplätzen in der Nürnberger Umgebung.