Derzeit werden beide Altvögel immer wieder dabei beobachtet, wie sie in der Brutmulde scharren und sich hineinlegen. Kommt da etwa noch ein zweites Gelege? Höchst unwahrscheinlich, denn bisher wurden bei Wanderfalken noch keine zwei Gelege in einem Jahr beobachtet. Als partner- und brutplatztreue Vögel dient ihr derzeitiges Verhalten wahrscheinlich der Bindung aneinander und an den Brutplatz. Demenstprechend sollten die Altvöegel auch weiterhin immer wieder am Brutplatz zu sehen sein. Ob dem auch so sein wird, werden die kommenden Monate zeigen.
Seit einer Woche sind alle Jungvögel ausgeflogen. Inzwischen sind sie schon fit genug, um wieder in den Horst zurückzukehren. Und auch die Altvögel sind weiterhin am Horst zu beobachten. Aber wie kann man eigentlich Alt- und Jungvögel unterschieden? Für alle, die die Unterschiede selbst herausfinden möchten: vergleichen Sie die Bilder des Jungvogels auf der Mauer auf der Seite Brutplatz Burg (unten im Bilderrondell) mit denen eines Altvogels auf der Seite Merkmale. Finden Sie auf die vier Hauptunterschiede?
Für alle anderen und zur Überprüfung, gibt es folgend die Auflösung:
- Das Gefieder der Jungvögel ist eher bräunlich, das der Altvögel kontrastreich grau und weiß.
- Die Strichelung auf der Brust verläuft bei Jungvögeln senkrecht, bei Altvögeln waagrecht.
- Die Farbe des Schnabels ist bei den Jungvögeln mehr oder weniger einheitlich dunkelbraun/dunkelgrau, während die Schnabelbasis bei den Altvögeln kräftig gelb ist.
- Die Farbe der Krallen ist bei den Jungvögeln weniger intensiv als bei den Altvögeln.
...Tag der biologischen Vielfalt! Vor 33 Jahren wurde das Übereinkommen über die biologische Vielfalt bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro offiziell angenommen. Darin geht es unter anderem darum, die biologische Vielfalt zu erhalten und ihre Bestandteile nachhaltig zu nutzen. Denn eine intakte Natur erweist uns Menschen eine Vielzahl von (kostenlosen!) Leistungen. Von der Verwertung von totem organischen Material über die Kontrolle von Schädlingen, die Bereitstellung von Trinkwasser bis zur Bestäubung von Nutz- und Blütenpflanzen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wegen dieser Ökosystemleistungen, aber auch, oder vielleicht auch nur wegen ihrer großen Vielfalt, ist die uns umgebende Flora und Fauna schützenswert. Damit der Wille zum Schutz entstehen kann, ist es hilfreich die Natur um sich herum zu kennen. Dieses Kennenlernen geht ganz einfach, entweder direkt heute bei einer der Führungen des Bündnisses für Biodiversität, oder bei einen Spaziergang - zum Beispiel im 'Lebensraum Burg'. Achten Sie dabei doch mal bewusst auf die verschiedenen Lebewesen und Lebensräume um Sie herum. Ist es warm und trocken oder eher kühler? Woran liegt das? Gibt es Pflanzen, die blühen und vielleicht gut riechen? Welche Tiere können Sie hören oder sehen? Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und genießen Sie die Natur um sich herum. Sie werden überrascht sein, welche Vielfalt sich ganz in Ihrer Nähe findet. Und vielleicht fühlen Sie sich, was auch verschiedene Quellen belegen, danach etwas entspannter. Viel Spaß und Erholung!
Gesund sein und bleiben (Bundesamt für Naturschutz, zuletzt aufgerufen am 22.5.2026)
Naturerleben und Gesundheit (Herausgeber: Naturfreunde Internationale, zuletzt aufgerufen am 22.5.2026)
Darum wirken Naturgeräusche so entspannend (GEO Magazine, zuletzt aufgerufen am 22.5.2026)
Am heutigen Weltbienentag geht es darum, auf die wahrscheinlich kleinsten gehaltenen Nutztiere und ihre wilden Verwandten aufmerksam zu machen. Denn mit der Bestäubung leisten sie einen für Menschen sehr wichtigen Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion. Und das ganz ohne Bezahlung und ohne eine Gegenleistung einzufordern. Dabei wäre das durchaus angebracht, denn viele Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste und sind somit gefährdet bis zu vom Aussterben bedroht oder sogar schon ausgestorben. Das liegt daran, dass viele Wildbienen auf wenige und teilweise seltene Pflanzen spezialisiert sind, die nur unter bestimmten Bedingungen wachsen können. Gibt es in der Landschaft keine geeigneten Wuchsstandorte für diese Pflanzen oder werden sie zu früh gemäht, so gibt es auch die Wildbienenart nicht. Die wachsenden Bestände der Honigbiene sind ebenfalls kontraproduktiv. Denn Honigbienen zählen zu den Generalisten, was bedeutet, dass sie Pollen von vielen Pflanzen nutzen können. Ist ein Bienenstock in der Nähe von einem Standort mit für eine Wildbienenart nutzbaren Pflanzen, kann es vorkommen, dass die Honigbienen diesen Standort schon 'leergeräumt' haben, bevor ihn die Wildbienen nutzen können.
Wenn Sie noch mehr zu ökologischen Zusammenhängen wissen möchten, Sie sich für die Artenvielfalt auf der Kaiserburg interessieren oder auch einfach mal aus Ihrem Alltag rauskommen wollen, dann melden Sie sich doch für die Führung 'Von Amsel bis Zikade' am Freitag, den 22.5.2026 ab 16:00 Uhr an (Anmeldung bis 21.05. möglich). Weitere Informationen finden Sie unter Termine und hier kommen Sie zur Anmeldung. Noch gibt es ein paar Plätze.
Gestern Abend ist auch der Dritte der Jungvögel ausgeflogen und hat sich zu seinen Geschwistern gesellt. Damit beginnt nun für alle drei die sogenannte Bettelflugperiode. Das bedeutet, dass sich die Jungvögel weiterhin in Horstnähe aufhalten werden. Dabei werden sie auch nach wie vor von den Altvögeln mit Nahrung versorgt. In den kommenden Wochen, wenn die Flugmuskulatur der Jungfalken ausreichend stark ist, werden die jungen Falken noch das Jagen lernen.
Nicht nur der Nachwuchs der Wanderfalken verlässt momentan das Nest. Auch andere Tiere, teilweise mit, teilweise ohne Flügel, von winzig klein bis fingergroß, schlüpfen aus Eiern, Puppen oder graben sich aus der Erde aus. Die Rede ist von Insekten. Aber warum gehört eigentlich der Schmetterling und auch die Heuschrecke dazu, obwohl sie so unterschiedlich aussehen? Was für eine Rolle spielen Insekten in unserem Ökosystem? Und was haben die Sechsbeiner eigentlich mit Wanderfalken zu tun? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommen Sie am 20.5., dem Weltbienentag zwischen 16:00 Uhr und ca. 17:30 Uhr bei der Insektenführung. Eine Anmeldung ist bis Montag möglich. Noch sind ein paar wenige Plätze frei.
Heute kurz nach 6 Uhr hat der zweite Jungvogel den Horst verlassen. Auch er wird die nächste Zeit am Dach des Sinnwelturms unterhalb des Anfluggitters oder auf den Dächern in der Umgebung verbringen und weiter von den Altvögeln versorgt. Wie lange es wohl der dritte im Bunde noch im Horst aushalten wird?
Heute war es soweit: der erste Jungvogel hat den Horst verlassen. Was vielleicht wie ein Absturz aussah, ist nicht weiter gefährlich. Mit ihrem Jugendkleid können die Jungvögel schon problemlos Gleitflüge machen. Nur die Flugmuskulatur ist noch nicht ausreichend ausgebildet, um direkt wieder zum Horst hochzufliegen. Laufen klappt ja schließlich auch nicht gleich auf den ersten Versuch. In den nächsten Tagen werden sich die juvenilen Wanderfalken hauptsächlich auf dem Dach unterhalb des Sinwellturms aufhalten. Je stärker sie sind, desto häufiger fliegen sie auch zu den umliegenden Dächern, bis sie es schließlich auch wieder in den Horst schaffen. Sollten Sie ein Jungtier irgendwo sitzen sehen, lassen Sie es am besten einfach sitzen und halten Sie genügend Abstand, um das Tier nicht unnötig unter Stress zu setzen. Denn auch nach dem Verlassen des Horstes stehen die jungen Wanderfalken in Kontakt zu den Altvögeln und werden weiterhin mit Nahrung versorgt. Wann wohl der zweite Jungvogel den Horst verlässt?
- update 16 Uhr - Der heute ausgeflogene Jungvogel hat es wieder zurück zum Sinwellturm geschafft und sitzt unterhalb des Abfluggitters. Ein Altvogel sitzt in Sichtweite, sodass wir davon ausgehen, dass der Jungvogel wie in den letzten Jahren auch außerhalb des Brutplatzes versorgt wird.
Inzwischen sind die Jungvögel immer häufiger auf dem Abfluggitter und beobachten die Umgebung. Haben sie etwas fokussiert, bewegen sie ihren Kopf zwischenzeitlich immer wieder in kleinen Bewegungen von Seite zu Seite, ohne den Blick von ihrem Ziel abzuwenden. Durch diese, einer Tanzbewegung ähnlichen Geste, üben die jungen Wanderfalken die Entfernung besser und letztendlich richtig einzuschätzen. Vielleicht können Sie dieses Verhalten demnächst auch einmal beobachten.
Während die jungen Wanderfalken immer größer werden und sich inzwischen auch schon fast auf das Anfluggitter trauen, gibt es derzeit auch einige Arten, die es mit dem Wachsen nicht so leicht haben. Viele Grünflächen und Gärten werden oder wurden die Tage zum ersten Mal gemäht, damit sie wieder 'ordentlich' aussehen. Dadurch fehlt es den zu dieser Zeit schlüpfenden Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlingen und co. an Nahrung und auch die höheren Pflanzen kommen nicht zur Samenreife und können sich demensprechend nicht vermehren. Die in England initiierte Aktion 'NoMowMay', die inzwischen auch in einigen anderen europäischen Ländern Einzug gehalten hat, macht auf diese Thematik aufmerksam und regt dazu an, frühestens im Juni das erste Mal zu mähen. Falls Sie einen Garten haben, sparen Sie sich zumindest in einem Teilbereich mal das Mähen und schauen Sie was passiert. Sie werden überascht sein, was in Ihrem Rasen schon alles blühen kann und wer diese Blüten besucht.
Heute morgen wurden die drei Jungvögel beringt. Bei der diesjährigen Brut handelt es sich um zwei Weibchen (T-YR 746 g, T-YS 738 g) und ein Männchen (T-YT 530 g). Der Gewichtsunterschied kommt daher, dass bei Wanderfalken die Männchen in allen Lebensphasen etwa um ein Drittel leichter sind als die Weibchen. Daher auch die Bezeichnung Terzel für männliche Wanderfalken. Durch die Beringung können die Jungvögel nun auch in späteren Jahren der Burg zugeordnet werden, wie z.B. das heuer am Flughafen brütende Weibchen, das aus dem Gelege von 2020 stammt. Vielen Dank an die Beringer für ihre ehrenamtliche Arbeit und die Burgverwaltung für den reibungslosen Ablauf.
Neben der Beringung wurde bei dieser Gelegenheit auch das Spinnennetz vor der Kamera entfernt. Damit ist jetzt wieder freie Sicht, wobei es durchaus sein kann, dass demnächst wieder ein Netz vor der Kamera entsteht. Eine Reinigung ist dann nicht mehr möglich, da die Jungvögel sonst möglicherweise aus dem Horst springen. Neben der Reinigung der Kamera wurde auch das Ei entnommen, aus dem kein Küken geschlüpft ist, da es platzen könnte. Neben dem unangenehmen Geruch, können so auch mögliche Krankheitserreger vermieden werden.
So wie bereits in den letzten Jahren, werden die Jungvögel auch heuer im Lauf der Woche beringt. Mit Hilfe der Ringe können die Vögel bei erneuter Sichtung eindeutig dem Horst am Sinwellturm zugeordnet werden. So lassen sich beispielsweise Zugrouten, Überwinterungsgebiete und Bestandsentwicklungen feststellen. Manche der mittelfränkischen Wanderfalken wurden so schon in Prag und südwestlich von Warschau und teilweise auch wieder in Mittelfranken gesichtet. Beringen darf aber nicht jede und jeder, sondern es bedarf einer speziellen Ausbildung, bei der der richtige Umgang mit den Vögeln gelehrt und gelernt wird, sowie einer Genehmigung durch die für den jeweiligen Bereich zuständigen Naturschutzbehörde. Neben der Beringung der Jungvögel, werden auch die Kameras gereinigt, sodass die Livestreams in den nächsten Tagen kurzzeitung nicht zur Verfügung stehen werden. Nach der erfolgreichen Beringung, werden an dieser Stelle Gewicht und Geschlecht der Jungvögel sowie deren Ringnummern veröffentlicht.
Knapp zwei Wochen ist es her, dass die ersten beiden Küken geschlüpft sind. In der Zwischenzeit ist schon einiges passiert: Sie sind deutlich gewachsen und ihr erstes, schneeweißes Dunenkleid hat sich gegen das zweite, oberseits leicht gräuliche Dunenkleid gewechselt. In den kommenden Tagen und Wochen wird der diesjährige Nachwuchs immer selbstständiger und anfangen den Horst zu erkunden, erste Beute selbst zu zerlegen, sodass sich die Küken nach und nach zu Jungvögeln entwickeln. Weiterhin viel Freude beim Beobachten!
Inzwischen ist eine Woche vergangen, seit die ersten beiden Küken geschlüpft sind und das dritte ist auch schon einige Tage alt. Und wie schaut es jetzt mit dem vierten Küken aus? Je mehr Zeit vergeht, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es noch schlüpft. Vielleicht ist es zu schwach, um sich von der Eierschale zu befreien, vielleicht hat auch beim Brüten oder der Befruchtung des Eis etwas nicht geklappt. Was auch immer schief gegangen ist, die Wanderfalken im Sinwellturm sind Wildtiere, die mit Hilfe der Kameras beobachtet werden können. Dabei kann es auch immer wieder zu Situationen kommen, die nicht schön anzuschauen sind. Doch genau das spiegelt die Natur wider, wie sie auch jenseits der Kamerablickwinkel abläuft. Aus einem gelegten Vogelei schlüpft kein Küken, Nesträuber stehlen die Eier oder Jungvögel anderer Arten, Kuckuckskücken schieben die 'Geschwister' der Wirtsart aus dem Nest und Wanderfalken verfüttern mögliche andere Vogeleltern an ihren Nachwuchs. Verluste von Arten die uns sympatisch erscheinen sind dabei schwerer zu ertragen als Verluste von Arten, für die wir nicht so viel Sympathie haben. In beiden Fällen ist das der Lauf der Natur, der es auch gut tut und vielleicht auch öfter gut tun würde, wenn sie sich selbst überlassen bleibt.
Während zwei Küken bereits vor einigen Tagen geschlüpft sind, ist das dritte erst einen Tag alt und das vierte noch im Ei. Unterschiede in der Entwicklung sind also ganz normal. Mit dem großen Angebot an Tauben und anderen Singvögeln in Nürnberg, sind die Wanderfalken vermutlich ausreichend mit Nahrung versorgt. Erfahrungsgemäß wird auch das derzeit kleinste Küken, obwohl es noch nicht so groß und kräftig ist wie die Geschwister, gut von den Altvögeln gefüttert.
Auch das dritte Küken hat es geschafft! Eben bei der Beuteübergabe war es kurz zu sehen. Jetzt fehlt nur noch Nummer vier. Wann es wohl schlüpft?
...ist am selben Tag wie das ältere Geschwisterchen geschlüpft! Wenn es so läuft wie in den letzten Jahren, werden die verbliebenen zwei Küken noch ein bisschen auf sich warten lassen.
Heute Mittag ist das erste Küken geschlüpft. Damit beginnt nun langsam die Aufzuchtphase für die Altvögel. In den nächsten Tagen bleibt das Weibchen noch durchgehend beim Nachwuchs. Zum einen, da die übrigen Eier noch ausgebrütet werden müssen, zum anderen, weil die jungen Küken noch nicht so kälteresistent sind. Dieses Wärmen bzw. Schützen der jungen Küken vor widrigen Witterungseinflussen, wird auch als Hudern bezeichnet. Wann wohl das nächste Küken schlüpft?
Nach wie vor werden die Eier intensiv bebrütet. Aber sollte nicht langsam das erste Küken schlüpfen? Ein paar Tage wird es noch dauern, bis das erste Ei voraussichtlich gegen Ende nächster Woche Risse bekommt und schließlich aufbricht. Wenn in den letzten Wochen beim Brüten alles gut gegangen ist, werden die anderen drei Küken in den Tagen danach folgen. Bis dahin können Sie sich die Zeit auch mit der Hummelchallenge vertreiben. Hummeln, die zu den Wildbienen gehören, zählen zu wichtigen Bestäubern, sowohl für die Landwirtschaft, als auch für Wildpflanzen. Es gibt allerdings noch einiges, was über die pelzigen Bestäuber nicht bekannt ist, was mit Hilfe der Beobachtungen verringert werden kann. So helfen die gewonnenen Daten, die Vorkommen und die Verbreitung der Hummeln zu erforschen. Viel Spaß beim Hummeln suchen und dem weiteren Beobachten der Wanderfalken!
Am Donnerstag findet die erste Führung diesen Jahres statt: Natur entdecken, leichtgemacht. Bei dieser Führung für Lehrkräfte und andere Personen, die Umweltwissen vermitteln, gehen wir zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg auf eine Entdeckungsreise auf und um die Kaiserburg und geben praktische Tipps an die Hand, wie andere für Natur begeistert werden können. Weitere Informationen und eine Anmeldung finden Sie hier.
Während der Nachwuchs der Wanderfalken in den Eiern heranwächst, die ersten Zugvögel wieder bei uns ankommen und ihre Revier- und Balzgesänge zum Besten geben, beginnt auch bei uns Menschen langsam wieder die Garten- und Balkonsaison. Wer das weltweite Klima dabei etwas entlasten möchte, kann beim Kauf der Blumenerde auf deren Torffreieheit achten. Mit der inzwischen zweiten bundesweiten Aktionswoche "Torffrei gärtnern" vom 13. bis 22.3.2026 macht das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat auf den positiven Effekt von torffreier Erde auf das Klima aufmerksam. Denn Torf wird in Mooren über Jahrzehnte langsam aufgebaut und bindet dabei viel CO2. So speichern die weltweiten Moorböden mehr Kohlenstoff als die gesamten Wälder der Erde. Damit ist die Nutzung torffreier Erde ein weiterer kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wer darüber hinaus der Natur etwas Gutes tun und Biodiversität erhalten möchte, muss dabei nicht den ganzen Garten "ordentlich" machen. Mit ein paar wilden Ecken, die nebenbei auch weniger Arbeit bedeuten, entsteht zusätzlicher Lebensraum für Insekten, die wiederum von Vögeln als Nahrungsquelle benötigt werden. Solche und weitere Tipps und Infos zu Biodiversität bekommen Sie als Lehrkraft oder Multiplikatorin bzw. Multiplikator von Umweltwissen auch bei der Führung "Natur entdecken leicht gemacht" zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg. Weitere Infos zum torffreien garteln und die Anmeldung zur Führung finden Sie unter den angegebenen Links. Viel Spaß im Garten!
Bei den Wanderfalken ist in den nächsten vier Wochen brüten angesagt. Dabei wechseln sich Terzel und Weibchen immer wieder ab, wobei bei den Falken im Sinwellturm das Weibchen mehr Zeit im Horst verbringt. Durch verschiedene Positionen und das Drehen der Eier schaffen es die Altvögel, die Eier gleichmäßig zu wärmen. Anfang April dürfte dann voraussichtlich der erste Jungvogel schlüpfen. Bis dahin können Sie an der von der Bayerischen Schlösserverwaltung organisierten Führung zu Vogelstimmen oder der anschließenden audiovisuellen Klangreise teilnehmen. Für Lehrkräfte und andere Multiplikatorinnen bzw. anderere Multiplikatoren findet am 26.3.2026 die Führung 'Natur entdecken leicht gemacht' zusammen mit Frau Cordula Jeschor von der Energie- und Umweltstation Nürnberg statt (Anmeldung und weitere Informationen unter Lebensraum Burg → Termine). Viel Spaß bei der weiteren Beobachtung und vielleicht bis Ende März an der Burg.
Im Laufe der letzten Nacht hat ein viertes Ei den Weg in den Wanderfalkenhorst im Sinwellturm geschafft. Heute Morgen wurde es gegen 6:30 Uhr gesichtet. Ist das Gelege damit vollständig? Sehr wahrscheinlich, es gibt jedoch auch Wanderfalkenpaare, bei denen fünf oder sogar sechs Eier bebrütet wurden. Bleibt es bis Ende der Woche bei den vier Eiern, werden auch keine weiteren mehr dazu kommen.
Während sich die Bestände von Wanderfalken aufgrund von Schutzmaßnahmen langsam wieder erholen, gibt es auch Arten, die momentan noch mehr Schutz benötigen. So zum Beispiel manche Aroma- und Heilpflanzen, die im Fokus des diesjährigen Tag des Artenschutzes stehen. Dieser Tag wurde 2013 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und geht auf die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens vom 3. März 1973 zurück. Über den Erhalt von Arten, über den Schutzgedanken hinaus, gibt es aus Sicht der Menschen auch weitere Gründe dem Rückgang der Biodiversität etwas entgegenzusetzen. So stammen etliche Wirkstoffe von Medikamenten aus tierischen oder pflanzlichen Substanzen. Die bei Kopfschmerzen sehr hilfreiche und vermutlich überall bekannte Acetylsalicylsäure beispielsweise, stammt aus der Rinde der Salweide. Sterben Arten aus, können mit ihnen auch potenziell wichtige Wirkstoffe verloren gehen, die bislang noch nicht gefunden wurden bzw. nicht synthetisch hergestellt werden können. Darüber hinaus ist der Erholungswert der Natur nicht zu unterschätzen. Gehen Sie deswegen doch bei nächster Gelegenheit mal wieder eine Runde spazieren und genießen Sie die frische Luft, die inzwischen wieder wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut und die meliodiösen Gesänge der Vögel.
Heute morgen gegen 8:20 Uhr hat das Wanderfalkenweibchen das dritte Ei glegt. Da eine normale Gelegegröße bei Wanderfalken zwischen drei bis vier Eiern liegt, könnte das Gelege somit schon komplett sein. Mal schauen ob es noch ein viertes Ei geben wird.
Grade eben, gegen 14:10 Uhr, kam das zweite Ei zum diesjährigen Gelege dazu. Die Altvögel versuchen nach wie vor den Zeitpunkt des Schlupfes zu synchronisieren und bebrüten die Eier deswegen nicht durchgängig. Ob und wann wohl das dritte Ei kommt?
Das erste Ei ist da! Heute um 6:56 Uhr war es das erste Mal zu sehen. Läuft es bei den Wanderfalken auch dieses Jahr wieder so gut wie in den Jahren davor, so könnten in den nächsten Tagen noch weitere drei Eier folgen. Zu Beginn werden diese jedoch nicht durchgängig bebrütet. Dadurch wird der Zeitpunkt des Schlupfes etwas synchronisiert. Während sich die Eiablage über acht bis neun Tage gestreckt hat, sind die Küken innnerhalb von nur vier Tagen geschlüpft. Sollte das Ei, bzw. die Eier zu Beginn also auch mal unbebrütet sein, so besteht kein Grund zur Sorge. Der Erfolg der Altvögel in den letzten Jahren spricht dafür, dass sie wissen was sie tun. Seien Sie also unbesorgt und freuen sich auf hoffentlich weitere Eier.
Gleich vorweg: eine zuverlässige Vorhersage, wann das erste Ei zu sehen sein wird, gibt es nicht. Dafür haben zu viele Faktoren einen Einfluss auf den Legebeginn, wie beispielsweise das Alter der adulten Vögel, die Bruterfahrung des Paares oder die Witterung. Mit Hilfe der Daten aus den letzten Jahren kann der Zeitraum jedoch ein wenig eingegrenzt werden. Nimmt man als Grundlage den Mittelwert der letzten drei Jahre und die Standardabweichung des gesamten bisherigen Beobachtungszeitraums, so könnte das erste Ei zwischen heute, also dem 20.2. und dem 6.3. zu sehen sein. Ein Hinweis, wie kurz die Eiablage bevorsteht, ist die Aufenthaltsdauer des Weibchens am Horst. Ist sie mehr oder weniger durchgängig da, so steht die Eiablage kurz bevor. Da sich das Weibchen in den letzten Tagen auch häufiger nicht am Brutplatz aufgehalten hat, wird es bis zum ersten Ei wahrscheinlich noch ein wenig dauern. Falls Sie sich die Zeit bis dahin noch etwas vertreiben möchten, testen Sie doch ihr Wissen über Wanderfalken im Wanderfalkenquiz, lernen Sie die weiteren Burgbewohner und ihre Lebensräume kennen, besuchen Sie andere Falkennistplätze in ihrer Umgebung (für Nürnberg eignen sich die Falkentouren in der App natur.digital), oder schauen Sie auf der Kaiserburg vorbei. Vielleicht können Sie die Falken vor Ort beobachten!
In der letzten Zeit häufen sich Beobachtungen von Beuteübergaben. Neben der Bindung der beiden Altvögel aneinander, haben diese auch noch einen praktischen, biologischen Nutzen: Ressourcen für die Eibildung. Diese zusätzlichen Ressourcen werden teilweise in den Schulter- und Beckenknochen des Weibchens eingelagert und bei der Entwicklung der Eier wieder freigesetzt. Etwa 20 bis 26 Stunden dauert die Entstehung von einem Ei im Körperinneren, bis es letztendlich gelegt werden kann. Die bisherigen Beuteübergaben lassen vermuten, dass es auch dieses Jahr wieder zu einer Brut am Sinwellturm kommt. Ob dem auch tatsächlich so ist, bleibt abzuwarten.
Eine Art Lebensraum, den es auf der sonst so vielfältigen Kaiserburg zwar nicht gibt, der jedoch auf größerer Skala von hoher Bedeutung ist, ist das Feuchtgebiet. Auen, Quellen, Sümpfe, Küsten, Bachläufe und Seen gehören zu den vielseitigsten und zugleich gefährdetsten Ökosystemen der Erde. Seit 1970 sind weltweit mindestens 35 % der Feuchtgebiete verschwunden. Dabei haben sie eine Vielzahl wichtiger, ökologischer Funktionen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Lebensraum für gefährdete Arten, die Sicherung unseres Trinkwassers , den Schutz vor Hochwasser und die Speicherung von Kohlenstoff. Um den Schutz von Feuchtgebieten auf internationaler Ebene zu stärken, wurde am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar von einigen Ländern die internationale Feuchtgebietskonvention (Ramsar-Konvention) unterzeichnet, der sich Deutschland 1976 mit seinem Beitritt angeschlossen hat. Wenn Sie demnächst Zeit für einen Ausflug zu einem See, einer Aue, einem Bach oder einem Moor haben, schauen Sie doch mal, was Ihnen im Vergleich zu der Umgebung auffält. Welche Baumarten gibt es in Gewässernähe? Wie sehen die anderen Pflanzen aus? Fallen Ihnen Insekten auf, die Sie sonst nicht beobachten können? Wie viele und welche Vogelarten können Sie entdecken? Lassen Sie sich von den nassen Flecken der Erde begeistern und lernen Sie deren Ökologie kennen. Viel Spaß!
Lust auf Natur? Wie bereits in den Vorjahren, gibt es auch heuer wieder Führungen im Lebensraum Burg. Dieses Jahr können Sie die Artengruppe der Vögel, der Insekten und der Fledermäuse (besser) kennenlernen bzw. an einer Führung für Lehrkräfte und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren teilnehmen. Die Führungen dauern etwa zwei Stunden und sind auf 20 Personen begrenzt. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zu den Führungen finden Sie unter Lebensraum Burg → Termine.
Die Altvögel werden in Abständen weniger Tage immer wieder am Brutplatz gesichtet. Neben Aufenthalten auf dem Anfluggitter oder dem beliebten Platz auf der Kamera, wurden sie auch schon beim 'Mulde drehen', also der Vorbereitung der Brutmulde beobachtet. All das deutet darauf hin, dass es wahrscheinlich auch dieses Jahr wieder zu einer Brut im Dachgeschoss des Sinwellturms kommen wird. Doch die Natur ist nur in gewissem Maße vorhersagbar. Ob tatsächlich wieder Jungvögel schlüpfen, bleibt abzuwarten. Wenn Sie von Wanderfalken nicht genug bekommen können und sich die Zeit bis zum Brutbeginn noch vertreiben möchten, schauen Sie doch mal beim Wanderfalkenquiz vorbei, lernen die weiteren Burgbewohner und ihre Lebensräume kennen oder begeben Sie sich mit natur.digital auf die Suche nach weiteren Wanderfalkennistplätzen in der Nürnberger Umgebung.
beide Altvögel T-YT
Zusammenfassung 14.06. ab 17:25: Papa landete und flüchtete direkt wieder, da der Sohnemann mit Geschrei im Anflug war und sich anschließend häuslich einrichtete😁 T-YT wurde um 18:18 von Mama in seiner Ruhe unterbrochen und flog ihr hinterher. Sie kehrte 10 Minuten darauf zurück, drehte um 18:45 eine Runde, um wenige Minuten später aufgeregt "akzickend" erneut am Brutplatz einzutreffen. Schließlich kehrte Ruhe ein und Mama hielt sich bis 21:30 Uhr auf der Kamera auf😊ein Altvogel mehrere Jungvögel T-YS
Noch ein paar Momente vom 13.06. 😊 Die Flugkünste der Jungfalken werden nun immer spektakulärer, was gleichzeitig bedeutet, dass sie sich nicht mehr so leicht von den Eltern abhängen lassen😅um 11:33 Uhr wurde Mama von Töchterchen T-YS verfolgt, die im Haus mit Geschrei auf sie losging. Mama flüchtete Hals über Kopf und blieb dabei kurz auch noch mit einem Fuß am Gitter hängen 😅 Zwischen 14:07 und 14:14 spielten zwei der Kinder im Luftraum miteinander, kurzer Zwischenhalt auf dem Gitter und weiter ging's durch die Lüfte 😊beide Altvögel mehrere Jungvögel
🥰 Partnerritual 🥰?? naja, zumindest war das am 12.06. um 20:04 so angedacht 😄Papa lud zum Treffen mit seiner Partnerin, die hatte allerdings gleich zwei zeternde Jungfalken im Schlepptau, was zu einem großen Kuddelmuddel führte. Ein Youngster platzte direkt mit ins Haus, griff nach Papas Fuß, beide Altvögel rumpelten beim gleichzeitigen Hinausstürmen zusammen, als Papa abfliegen wollte, kollidierte er mit anfliegendem Kind Nummer 2, welches ihn ebenfalls am Fuß packte, Papa fiel kurz aufs Gitter, Mama guckte verdutzt, dann Abflug der Vier 7 Sekunden später kurz hintereinander 😄ein Altvogel T-YT
Was machen wir denn heute mit dem angebrochenen Tag? Ah ja, erstmal Papa von der Kamera einmal durch's Haus jagen und dabei ein bisschen trillern und keckern 😁 Das war schonmal äußerst spaßig 😁 Und nun? Mal 5 Minuten Zeit nehmen, um den nächsten Streich auszuhecken😁 Und Abflug.T-YT
Ein halbes Stündchen Chillen genügt für den Moment. Jetzt werden die Ecken nach Essbarem abgesucht - leider wurde hier nirgends eine kulinarische Spezialität hinterlegt...naja, dann hält man eben noch ein paar Minuten erwartungsvoll Ausschau - mal Richtung Luginsland lugend, mal zur Sebalduskirche linsend- da hat er etwas entdeckt 😊 Abflug um 14:39 rüber in die Baumkronen vor der Sebalduskirche 😊ein Altvogel beide Altvögel T-YS T-YT
Eindringling im Revier? Ab 18:20 ging die Post ab😄 T-YT hüpfte nach 2-stündigem Chillen ausgelassen herum, griff spielerisch das Geländer an und Abflug um 18:24. 2 Minuten darauf traf Papa ein und hopste auf die Kamera. Um 19:27 "akzickte" er wie verrückt, seine Partnerin preschte an, eilte ins Haus, dicht hinter ihr segelte ein anderer adulter Wanderfalke vorbei. "Unser" Terzel nahm direkt weiterhin "akzickend" die Verfolgung auf. Mama scharrte anschließend mehrere Male, dann rauf auf die Kamera. 19:56- Töchterchen T-YS flog aufgebracht an, Mama flüchtete, T-YS nahm die Verfolgung auf😄ein Altvogel mehrere Jungvögel T-YT
Söhnchen T-YT kommt angedüst, zetert lauthals, Mama flüchtet, der Bub blickt äußerst zufrieden hinterher😁 Aus der Ferne ertönt kurz nach Mamas Abflug das Stimmchen einer der Schwestern😊 T-YT geht auf Entdeckungstour auf dem Balkon, entschließt dann dank des gigantischen Kropfes aber doch erstmal für ein 45-minütiges Verdauungsschläfchen 😊 Anschließend steht ausgiebige Gefiederpflege an, bevor das Treiben im Luftraum beobachtet wird 😊