Der Brutplatz unserer Wanderfalken befindet sich bereits seit 2013 im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg. Damit Sie das Verhalten der Wanderfalken und deren Brut ganz aus der Nähe und rund um die Uhr beobachten können, ohne die Tiere zu stören, haben wir zwei Webcams installiert. Eine Webcam zeigt den Innenraum des Nistkastens, die andere das an den Nistkasten anschließende Abfluggitter mit Blick über die Stadt Nürnberg.

Melden Sie uns Ihre Beobachtungen direkt unter Sichtungen, gerne mit Screenshot oder Foto. Dort finden Sie auch die aktuellen Meldungen anderer WanderfalkenfaEntdecken Sie unsere Burgfalken-Tour in der App natur.digitalns.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten der Wanderfalken und freuen uns auf Ihre Sichtungsmeldungen!

 


 

Regierung von Mittelfranken

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Aktuelles

16.5.2026 - Dem Summen auf der Spur

Nicht nur der Nachwuchs der Wanderfalken verlässt momentan das Nest. Auch andere Tiere, teilweise mit, teilweise ohne Flügel, von winzig klein bis fingergroß, schlüpfen aus Eiern, Puppen oder graben sich aus der Erde aus. Die Rede ist von Insekten. Aber warum gehört eigentlich der Schmetterling und auch die Heuschrecke dazu, obwohl sie so unterschiedlich aussehen? Was für eine Rolle spielen Insekten in unserem Ökosystem? Und was haben die Sechsbeiner eigentlich mit Wanderfalken zu tun? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommen Sie am 20.5., dem Weltbienentag zwischen 16:00 Uhr und ca. 17:30 Uhr bei der Insektenführung. Eine Anmeldung ist bis Montag möglich. Noch sind ein paar wenige Plätze frei. 



16.5.2026 - Abflug, der Zweite

Heute kurz nach 6 Uhr hat der zweite Jungvogel den Horst verlassen. Auch er wird die nächste Zeit am Dach des Sinnwelturms unterhalb des Anfluggitters oder auf den Dächern in der Umgebung verbringen und weiter von den Altvögeln versorgt. Wie lange es wohl der dritte im Bunde noch im Horst aushalten wird?



15.5.2026 - Abflug, der Erste

Heute war es soweit: der erste Jungvogel hat den Horst verlassen. Was vielleicht wie ein Absturz aussah, ist nicht weiter gefährlich. Mit ihrem Jugendkleid können die Jungvögel schon problemlos Gleitflüge machen. Nur die Flugmuskulatur ist noch nicht ausreichend ausgebildet, um direkt wieder zum Horst hochzufliegen. Laufen klappt ja schließlich auch nicht gleich auf den ersten Versuch. In den nächsten Tagen werden sich die juvenilen Wanderfalken hauptsächlich auf dem Dach unterhalb des Sinwellturms aufhalten. Je stärker sie sind, desto häufiger fliegen sie auch zu den umliegenden Dächern, bis sie es schließlich auch wieder in den Horst schaffen. Sollten Sie ein Jungtier irgendwo sitzen sehen, lassen Sie es am besten einfach sitzen und halten Sie genügend Abstand, um das Tier nicht unnötig unter Stress zu setzen. Denn auch nach dem Verlassen des Horstes stehen die jungen Wanderfalken in Kontakt zu den Altvögeln und werden weiterhin mit Nahrung versorgt. Wann wohl der zweite Jungvogel den Horst verlässt?

- update 16 Uhr - Der heute ausgeflogene Jungvogel hat es wieder zurück zum Sinwellturm geschafft und sitzt unterhalb des Abfluggitters. Ein Altvogel sitzt in Sichtweite, sodass wir davon ausgehen, dass der Jungvogel wie in den letzten Jahren auch außerhalb des Brutplatzes versorgt wird.



12.5.2026 - I like to move it, move it...

Inzwischen sind die Jungvögel immer häufiger auf dem Abfluggitter und beobachten die Umgebung. Haben sie etwas fokussiert, bewegen sie ihren Kopf zwischenzeitlich immer wieder in kleinen Bewegungen von Seite zu Seite, ohne den Blick von ihrem Ziel abzuwenden. Durch diese, einer Tanzbewegung ähnlichen Geste, üben die jungen Wanderfalken die Entfernung besser und letztendlich richtig einzuschätzen. Vielleicht können Sie dieses Verhalten demnächst auch einmal beobachten.



5.5.2026 - Mähfreier Mai

Während die jungen Wanderfalken immer größer werden und sich inzwischen auch schon fast auf das Anfluggitter trauen, gibt es derzeit auch einige Arten, die es mit dem Wachsen nicht so leicht haben. Viele Grünflächen und Gärten werden oder wurden die Tage zum ersten Mal gemäht, damit sie wieder 'ordentlich' aussehen. Dadurch fehlt es den zu dieser Zeit schlüpfenden Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlingen und co. an Nahrung und auch die höheren Pflanzen kommen nicht zur Samenreife und können sich demensprechend nicht vermehren. Die in England initiierte Aktion 'NoMowMay', die inzwischen auch in einigen anderen europäischen Ländern Einzug gehalten hat, macht auf diese Thematik aufmerksam und regt dazu an, frühestens im Juni das erste Mal zu mähen. Falls Sie einen Garten haben, sparen Sie sich zumindest in einem Teilbereich mal das Mähen und schauen Sie was passiert. Sie werden überascht sein, was in Ihrem Rasen schon alles blühen kann und wer diese Blüten besucht.


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