Der Brutplatz unserer Wanderfalken befindet sich bereits seit 2013 im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg. Damit Sie das Verhalten der Wanderfalken und deren Brut ganz aus der Nähe und rund um die Uhr beobachten können, ohne die Tiere zu stören, haben wir zwei Webcams installiert. Eine Webcam zeigt den Innenraum des Nistkastens, die andere das an den Nistkasten anschließende Abfluggitter mit Blick über die Stadt Nürnberg.

Melden Sie uns Ihre Beobachtungen direkt unter Sichtungen, gerne mit Screenshot oder Foto. Dort finden Sie auch die aktuellen Meldungen anderer WanderfalkenfaEntdecken Sie unsere Burgfalken-Tour in der App natur.digitalns.

Wir wünschen viel Freude beim Beobachten der Wanderfalken und freuen uns auf Ihre Sichtungsmeldungen!

 


 

Regierung von Mittelfranken

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Aktuelles

11.6.2024 - Weiterer junger Terzel verunglückt

Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass ein weiterer Jungvogel zu Tode gekommen ist. Bei dem Tier handelt es sich um den Terzel mit der Ringnummer T CH, der vermutlich auch durch eine Kollision gestorben ist. Anders als in freier Natur, bestehen in Städten verschiedene Gefahren, die die Jungvögel mangels Erfahrung noch nicht so gut einschätzen können. Deshalb sind die ersten Wochen nach dem Ausflug für die Jungtiere am gefährlichsten. Den beiden verbliebenen Jungvögeln viel Glück und Lernerfolg für die nächsten Wochen.



6.6.2024 - Federn für die Forschung

Auch dieses Jahr sammeln wir die im Wanderfalkenhorst verbliebenen Federn ein. Wir erhoffen uns aus der aufwändigen Bestimmung und Auswertung neue Erkenntnisse zum Beutespektrum der Wanderfalken.
Zudem nutzen wir die Gelegeheit, um Wartungsarbeiten an den Kameras durchzuführen und schalten diese deshalb kurzzeitig aus.



5.6.2024 - Jungvogel T CJ verunglückt

Einer unserer jungen Wanderfalken ist leider zu Tode gekommen. Wir haben die Nachricht erhalten, dass der Terzel mit der Ringnummer T CJ in der Innenstadt tot aufgefunden wurde. Aufgrund der Verletzungen ist von einer Kollision als Todesursache auszugehen.
In den ersten Wochen nach dem Ausfliegen ist das Risiko zu verunglücken für die Jungvögel am größten. In der Bettelflugphase lernen Sie zu jagen und vollführen dabei z.T. spaktakuläre Flugmanöver, die leider manchmal auch zu Kollisionen mit Hindernissen führen.
Wir drücken den drei Jungvögeln die Daumen, dass sie die nächsten Wochen unbeschadet überstehen.



28.5.2024 - Jungvogel oder Altvogel?

Seit etwa zwei Wochen haben alle Jungvögel den Horst verlassen und sind inzwischen auch trainiert genug, um wieder am Horst zu landen. Auch die Altvögel schauen immer wieder am Horst vorbei. Aber wie kann man die Jung- von den Altvögeln unterscheiden? Anders als der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Wanderfalken, die sich nur anhand ihrer Größe unterscheiden lassen, haben Jungvögel ein anders gefärbtes Gefieder. 
Adulte Vögel sind oberseits dunkel blaugrau und einem breiten schwarzen Backenstreif. Die weiße Unterseite ist schwarz quergebändert, die Wachshaut am Auge leuchtend gelb.
Juvenile Vögel sind oberseits dunkel graubraun mit angedeuteter heller Nackenzeichnung und hell gesäumtem Schwanz. Die Unterseite ist gelbbräunlich mit breiter dunkelbrauner Längsstreifung oder Tropfenfleckung. Wegen des lockeren Gefieders wirken sie größer als adulte Vögel, vor allem ist der Schwanz länger und breiter.



23.5.2024 - Flugakrobaten

Während die jungen Wanderfalken bereits die neu erlernten Fähigkeiten festigen, ist inzwischen auch der Großteil der Langstreckenzieher in Deutschland angekommen und beginnt mit dem Brüten - unter Ihnen auch der Mauersegler. Diese Vögel sind durch ihren Körperbau perfekt an ein Leben in der Luft angepasst. Lediglich zum Brüten, in seltenen Fällen auch zum Überdauern von Regenperioden landen Mauersegler. Alles andere, egal ob Nahrungssuche, Paarung oder gar Schlaf findet in der Luft statt. Letzteres funktioniert durch ein hohes Aufsteigen am Abend mit anschließendem Gleitflug und dem Ausruhen von nur einer Gehirnhälfte. Tagsüber erkennt man Mauersegler gut an ihren freudig schrillen "sri, sri, sri"-Rufen und ihren rasanten, achterbahnähnlichen Flugmanövern.


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