Die besten Wanderfalken-Szenen der Brutsaison 2020


5.4.2020 - Die Schwalben sind da - und mit ihnen der Frühling

Die ersten Rauschschwalben sind wieder bei uns angekommen - und mit ihnen der Frühling. Auf dem Rückflug aus ihrem Winterquartier in Afrika haben sie z.T. über 10.000 Kilometer zurückgelegt. 

Es heißt ja, Schwalben bringen Glück. Was wünscht man mehr in diesen Tagen.



4.4.2020 - Die Bestände erholen sich

Duch die ergiffenen Schutzmaßnahmen konnten sie die Wanderfalken von Bayern und Baden-Württemberg aus wieder auf große Teile des früheren Brutareals im übrigen Bundesgebiet ausbreiten. Die deutschen Wanderfalkenbestände belaufen sich heute wieder auf etwa 1.000 Paare – sogar etwas mehr als vor dem "pesticide crash" der 1950er und 1960er Jahre (Quelle: LFU).

Weitere Schutzmaßnahmen sind  aber auch weiterhin nötig, wie das Landesamt für Umwelt betont, denn neben den aktuell gar nicht oder kaum mehr relevanten Gefährdungsfaktoren der Vergangenheit – Umweltgiften und Verfolgung – gewinnt in den letzten Jahren ein neues Konfliktfeld an Bedeutung: die zunehmende Inanspruchnahme seiner natürlichen Felslebensräume durch Natursportarten, vor allem im Frankenjura. Die wachsende Konkurrenz zwischen Naturschutz und Freizeitnutzung in enger Zusammenarbeit vor allem mit den Verbänden der Sportkletterer zu entschärfen, ist "die" große aktuelle Herausforderung für den Wanderfalkenschutz in Bayern.

 



3.4.2020 - Welche Ursachen hatte der Bestandsrückgang?

Durch erhebliche Anstrengungen und intensive Schutzbemühungen in Rückzugsgebieten (Prädatorenabwehr, überwiegend ehrenamtliche Brutplatzüberwachung, Artenhilfsprogramme) erholen sich die Bestände seit 1970 wieder. Voraussetzung hierfür war aber vor allem das Verbot von DDT und weiterer chlorierter Kohlenwasserstoffe wie HCB und PCB. Die Aufnahme dieser Stoffe über die Beutetiere führte neben der Dünnschaligkeit der Eier (zerbrechen beim Brüten) zum Absterben der Embryonen oder zum Tod der Altvögel. Noch verschärft wurden die DDT-bedingten Einbrüche durch illegale Verfolgung.



2.4.2020 - Weshalb wurde der Wanderfalke Vogel des Jahres?

Die Ausrufung zum Vogel des Jahres erfolgt, um auf die Gefährdung von Tieren und Lebensräumen aufmerksam zu machen In der BRD wurde der Gesamtbestand der Wanderfalken 1937 mit 800 Brutpaaren angegeben. Ab Mitte der 1950er erfolgte eine katastrophale Bestandsabnahme in fast ganz Europa. Die Bestände wurden 1950 mit 380 - 410 Paaren, 1968 mit 75 Paaren angegeben. In den 1970er Jahren waren die Bestände in nahezu allen Bundesländern erloschen. Lediglich für BW und Bayern werden noch ca. 40 - 50 Brutpaare angegeben.



1.4.2020 - Vogel des Jahres

Wussten Sie, dass der Deutscher Bund für Vogelschutz - DBV (Heute NABU) den Wanderfalken 1971 als ersten "Vogel des Jahres" ausgerufen hat?



31.3.2020 - Bauen Wanderfalken ein Nest?

Wanderfalken sind Felsbrüter und platzieren ihr Gelege häufig auf hoch gelegenen Felsvorsprüngen und Felsnischen mit lockerem Gestein. Dort scharren und drehen sie eine Brutmulde um zu verhindern, dass die Eier wegrollen. Dieses Verhalten war auch bei den Wanderfalken am Sinwellturm vor der Eiablage zu beobachten.



30.3.2020 - Wo kommen Wanderfalken vor?

Wanderfalken sind weltweit verbreitet (sie fehlen lediglich im äußersten Norden, im südpaläarktischen Wüstengürtel, in einem Teil Amerikas, in den Urawaldzonen Afrikas und Südostasiens und auf Neuseeland). Der Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa liegt in den Mittelgebirgen, den tieferen Lagen der Alpen sowie im Osten der Norddeutsch-polnischen Tiefebene. 



27.3.2020 - Naturerlebnis auch zuhause?

Neben Amsel, Drossel, Fink und Star sind derzeit viele weitere Vogelarten zu hören und zu sehen - und das auch mitten in der Stadt und vom Fenster aus. Wen hört man derzeit noch in den Morgenstunden? Die Singdrossel beginnt ca. 55 Minuten vor Sonnenaufgang, Ziplzalp (der dankenswerterweise seinen Namen ruft) und Blaumeise etwa zwanzig Minuten später. Kurz danach folgt die Kohlmeise und etwas später der Stieglitz, der auch in Nürnberg zur Zeit häufig zu beobachten ist. Wenn Star, Grün- und Buchfink zu hören sind, ist es auch schon hell.



26.3.2020 - Wer singt denn da?

Beim Beobachten der Wanderfalken hört man auch schon in den frühen Morgenstunden leise Vogelstimmen aus dem Lautsprecher (der Ton lässt sich bei dem live-stream rechts unten einschalten). Seit kurzem ist z.B. der Gartenrotschwanz wieder an vielen Stellen zu hören. Er beginnt etwa siebzig Minuten vor Sonnenaufgang zu singen. Zwanzig Minuten später stimmen die Rotkehlchen in das Konzert mit ein. Die Amsel beginnt etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang zu singen. Sie lässt sich dabei auch gut beobachten, da sie als Singwarte immer eine exponierte Stelle z.B. auf der Spitze von Bäumen oder auf Dächern wählt.



25.3.2020 - Weshalb brüten Wanderfalken am Sinwellturm?

Wanderfalken sind Felsbrüter (selten gibt es auch Baumbruten im Norden). Sie bevorzugen hohe, gut geschützte Stellen mit Morgensonne wie z.B. Felswände oder Steinbrüche. Der Brutplatz am Sinwellturm ist als "Kunstfelsen" jedoch auch äußerst attraktiv. Die Wanderfalken könnnen ihr Revier gut überblicken und haben einen vor Prädatoren geschützten Brutplatz mit freiem Anflug. 



24.3.2020 - Wie unterscheiden sich die Wanderfalken?

Die Geschlechterbestimmung ist bei bei Wanderfalken am leichtesten über die Größe möglich, da sie sich in der Gefiederfärbung und weiteren äußeren Merkmalen nicht unterscheiden. Der Terzel (männl. Wanderfalke) ist kleiner als seine Partnerin, was sich beim Brutwechsel derzeit gut beobachten lässt. Für weibliche Wanderfalken wird ein durchschnittliches Gewicht von 940 g, für Terzel ein durchschnittliches Gewicht von 610 g angegeben.



23.3.2020 - Wie lange brüten die Wanderfalken noch?

Die Brutdauer betrug bei unseren Wanderfalken während der letzten Jahre durchschnittlich 30 Tage. Wir rechnen in der 15 KW mit dem Schlüpfen der Wanderfalken.



19.3.2020 - Brutwechsel

Nun wird das Gelege dauerhaft von beiden Wanderfalken bebrütet. Während einer der Wanderfalken auf dem Gelege sitzt, ist der andere im Revier auf der Jagd. 



18.3.2020 - Beleuchtung?

Uns haben zahlreiche Anfragen erreicht, ob es die Wanderfalken nicht stört, wenn der Kasten nun nachts beleuchtet wird.

Selbstverständlich wird der Innenraum des Kastens nicht beleuchtet! Wir haben lediglich eine neue Kamera installiert, die bei den vorhandenen Lichtverhältnissen auch nachts Bilder liefert. 



17.3.2020 - Leider aktuell keine Führungen für Schulklassen

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns entschieden, dieses Jahr keine Schulklassenführungen anzubieten. Wir planen aber bereits neue Veranstaltungen, die wir wieder gemeinsam mit der Umweltstation Nürnberg durchführen werden. Informationen zu Terminen und zur Anmeldung erhalten Sie zu gegebener Zeit unter https://www.lebensraum-burg.de/Termine.



16.3.2020 - Gelege nun komplett

Da Wanderfalken im Abstand von 1-2 Tagen Eier legen, gehen wir davon aus, dass das Gelege nun komplett ist.



14.3.2020 - Nun wird richtig gebrütet

Jetzt kann man auch beobachten, dass das Gelege wesentlich häufiger und länger bebrütet wird.



13.3.2020 - Ei Nummer drei

Nun wurde auch das dritte Ei gelegt. Ist das Gelege damit schon komplett?



11.3.2020 - ... und ein zweites Ei

Heute wurde um ca. 13:35 Uhr das zweite Ei gelegt. Die Gelegegröße beträgt bei Wanderfalken durchschnittlich 3-4 Eier. So war es auch bei unseren Wanderfalken an der Kaiserburg in den letzten Jahren.



10.3.2020 - Warum wird nicht richtig gebrütet?

Uns haben zahlreiche Anfragen erreicht, weshalb das erste Ei nur sporadisch bebrütet wird. Es handelt sich hierbei um ein völlig normales Verhalten. Da die Eiablage im Abstand von ein bis zwei Tagen erfolgt, wird mit dem Brüten erst richtig ab dem vorletzten oder letzten Ei begonnen. Das dient dazu den Schlupf der Vögel zu synchronisieren. Kleinere Küken haben in einem Gelege geringere  Chancen zu überleben, da sie sich bei der Fütterung gegen ihre größeren/stärkeren Geschwister durchsetzen müssen und dabei häufig zu kurz kommen.



9.3.2020 - Erstes Ei gelegt

Da ist es. Heute wurde das erste Ei gelegt.



28.2.2020 - Bald geht´s los

Unsere Wanderfalken sind nun wieder häufig am Brutplatz zu beobachten. Auch gemeinsam waren die beiden schon im Nistkasten zu sehen und mehrmals wurde begonnen eine Brutmulde zu drehen. Das Wanderfalkenpaar am Sinwellturm scheint also auch in diesem Jahr pünktlich Anfang März mit der Brut zu beginnen.

In den letzten Jahren wurde das erste Ei meist zwischen 3.3. und 5.3. gelegt.



3.1.2020 - Wir senden wieder live - mit neuer Kamera

Wir sind wieder auf Sendung! Sie können die Wanderfalken am Sinwellturm ab sofort auch wieder über unseren live-stream beobachten. Wir haben eine neue Kamera installiert, die eine deutlich bessere Bildqualität liefert und auch eine Beobachtung des Brutgeschehens in den Nachtstunden ermöglicht.